Taufe

Es ist schön, wenn Menschen sich selbst oder ihr Kind taufen lassen möchten.

Mit der Taufe gehört man zu Christus, und ist verbunden mit allen Christinnen und Christen in der Welt.
Wir folgen damit dem Auftrag Jesu an die Jünger:
Geht hin und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen. Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes ,und lehrt sie, alles zu tun, was ich euch geboten habe! (Matthäus 28,19).

Wer zu Christus gehört, weiß (oder ahnt), dass er sein Leben nicht sich selbst verdankt.
Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der HERR, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige. (Offenbarung 1,8)
Das ist besonders bei der Taufe von Kindern deutlich.
Wenn Eltern ihr Kind zur Taufe bringen, ist dies oft verbunden mit dem Dank für das Geschenk dieses Lebens, und mit der Bitte um seinen Schutz und Segen.

Wer zu Christus gehört, soll Vertrauen in das Leben haben.
Ich bin das Licht der Welt. Wer an mich glaubt, soll nicht bleiben in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8,12)
Darum ist es gerade für Kinder wichtig, mit Vertrauen in die Welt und in das Leben aufzuwachsen.
Dabei helfen Eltern und Paten, die ein offenes Ohr haben, und bereit sind, von dem zu erzählen, was sie im Leben hält und trägt.
Dabei hilft auch Zeit für Rituale, wie eine Gute-Nacht-Geschichte, ein Lied oder ein Gebet, und die Feste des Kirchenjahres mit ihren Andachten und Gottesdiensten.

Wer zu Christus gehört, gehört zu einer großen Gemeinschaft von Geschwistern in aller Welt.
Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder aber, obwohl sie viele sind, zu einem Leib gehören - so auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, ob wir nun Juden sind oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.
(1. Korinther 12,12)

Darum sollen Getaufte etwas von den biblischen Geschichten, Bekenntnissen und Gebeten kennenlernen. Bei der Taufe von kleinen Kindern passiert das z.B. durch Angebote der Gemeinde wie Kinderbibeltage, aber auch durch die Eltern und Paten, z.B. durch die Geschichten der Kinderbibel zuhause. Und spätestens im Konfirmandenunterricht ist Gelegenheit, sich mit diesen Themen zu beschäftigen.

Zu dem Zusammenleben als Glieder des Leibs Christi gehört auch das Bewusstsein,
dass wir alle darauf angewiesen sind, neu anfangen zu können.
Mit uns selbst. Untereinander. Und vor Gott.
Diese Möglichkeit zum Neuanfang wird in der Taufe gefeiert.

Zur Taufe gehört die Wahl eines biblischen Taufspruchs und das öffentliche Glaubensbekenntnis mit der Gemeinde.
Schließlich muss der Täufling - bzw. dessen Eltern im Falle der Kindertaufe - öffentlich den Willen zur Taufe bestätigen.

 

Ein Kind kann getauft werden, wenn wenigstens ein Elternteil der ev-luth. Kirche angehört, und der Ehepartner mit der ev. Taufe und der christlichen Erziehung einverstanden ist. Bei Alleinerziehenden mit geteiltem Sorgerecht ist die Zustimmung des anderen Elternteils erforderlich.
Der Taufe geht immer ein Gespräch mit dem Pastor voraus.

Zur Kindertaufe werden Paten benannt, die konfirmierte Glieder der evangelischen Kirche sind. Glieder anderer christlicher Bekenntnisse können als weitere Paten zugelassen werden, sofern diese Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen angehören und die Kindertaufe anerkennen. Falls Paten nicht in unserer Kirchengemeinde wohnen, dann benötigen sie einen Patenschein, den sie bei der eigenen Kirchengemeinde beantragen und uns bitte rechtzeitig vor der Taufe zukommen lassen.
Da es ein kirchliches Amt ist, Taufpate zu sein, können Menschen, die keiner Kirche angehören, auch nicht darauf verpflichtet werden.
Gegebenenfalls können Sie als sogenannte "Taufzeugen" aber im Gottesdienst berücksichtigt werden.

Wenn Jugendliche sich taufen lassen möchten, sollen sie sich zuvor z.B. durch den Besuch des Konfirmandenunterrichts über den christlichen Glauben informiert haben. 

Wenn Erwachsene sich taufen lassen möchten, findet i.d.R. eine Reihe von Taufgesprächen mit dem Pastor statt, in der die wesentlichen Inhalte und Fragen des christlichen Glaubens unseres Glaubens zur Sprache kommen.

Bei einem Kircheneintritt (nachdem die Kirche früher einmal verlassen wurde) wird die Taufe nicht wiederholt.
In diesem Falle erfolgt der Wiedereintritt nach einem seelsorgerlichen Gespräch mit dem Pastor.

In Owschlag taufen wir in der Regel im Sonntagsgottesdienst oder im Anschluss daran.
Bitte melden Sie sich rechtzeitig (ca. 3 Monate) im Kirchenbüro (Tel -3238), um mögliche Tauftermine zu besprechen.